Lied +

SCHAUSPIEL

die fremden

Do, 18.11. // 19.30 Uhr

Biedermeier, Nischendasein und staubige Stigmata, Ade! Hier werden Kunstlieder in aktuelle thematische Kontexte gesetzt und dabei mit anderen Künsten verwoben. Dadurch werden die Grenzen eines wenig  Interaktion zulassenden traditionellen Liederabends aufgebrochen und die Kraft der Lieder im freien künstlerischen Austausch unmittelbar erlebbar.

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Robert Schumann: Liederzyklus op. 39
William Shakespeare: Die Fremden

u.a.

Jeeyoung Lim, Bassbariton
Marlene Heiß, Klavier
Florian Hackspiel, Schauspiel

Thomas Morus versucht das aufgebrachte Volk mit einer Rede zu beruhigen. Es ist aufgebracht
gegen die Flüchtlinge, die London 'überschwemmen'. Es ruft auf zum gewaltsamen Aufstand gegen
die Fremden. Gegen die, die bereits alles verloren haben.

" Aus der Heimat hinter den Blitzen rot, da kommen die Wolken her.
Und keiner kennt mich mehr hier"


Unüberhörbare Gefühle des (Selbst)verlusts und des Entwurzeltsein prägen Schumanns Zyklus op.
39.
So erschreckend bekannt die Vorurteile und Beschimpfungen aus Shakespeares Szene um 1604
noch heute klingen, so aktuell wirkt auch Morus' Plädoyer für ein menschlicheres Miteinander.


Die Musik und ihre zugrundeliegende Gedichte von J.v. Eichendorff verschmelzen zu einem der
romantischsten Liedzyklen überhaupt und lassen das Publikum eintauchen in eine assoziative Welt
der Nachtfarben und Märchenbilder, voll von Schmerz und Sehnsucht, von Schauern und Entzücken.

 

Tickets können auch an der Abendkasse für 15€ / 10€ erworben werden

- bitte achtet darauf, dass wir nur Kartenzahlungen akzeptieren.